Das 1945 im Zuge der Bodenreform enteignete barocke Wasserschloss konnte 1997 vom Sohn des Alteigentümers Alfred Graf zu Solms-Sonnenwalde zurückerworben werden.

In der Zeit zwischen 1997 und 2002 wurde das Schloss aufwändig saniert und restauriert, wobei immer der denkmalsgerechte Erhalt der alten Bausubstanz im Vordergrund stand.
So konnten u.a. Stuckdecken, Parkettfußböden und barocke Türblätter und Türfassungen fachmännisch restauriert und in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden. Aufgefundene barocke Fenster- und Wandausmalungen wurden in einigen Bereichen liebevoll restauratorisch aufgearbeitet. Bis Mitte 2003 wird noch die sehr schöne Wandmalerei aus der Renaissance
in einem wahrscheinlich vormals als Kapelle genutzten Raum unter einer Übermalung freigelegt und restauriert.

Zum europäischen Tag des offenen Denkmals im September 2002 konnte das Schloss seiner jetzigen Bestimmungen übergeben werden.

Das barocke Wasserschloss hat eine lange Entstehungsgeschichte, die bis in das frühe Mittelalter zurückreicht. So wie es sich uns heute präsentiert, ist es auf ca. 1720 datiert. Der größte Teil des Kellers und Teile des Erdgeschosses sind aber auf das frühe Mittelalter zurückzuführen. Während der Sanierungsarbeiten in Fußböden des Erdgeschosses vorgefundene angekohlte Dachbalken lassen auf eine Zerstörung der Wasserburg durch Brand schließen. Bekannt sind heftige Auseinandersetzungen im Dreißigjährigen Krieg in der Region. Quellen belegen, daß 1807 Kaiser Napoleon in Wurschen genächtigt hat. Seinen geschichtlichen Höhepunkt erlebte das Gebäude im Mai 1813, als zur Zeit der Befreiungskriege das alliierte Heerlager des russischen Zaren Alexander I. und des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. während der Bataille de Wurschen hier untergebracht war. Zum Gedenken daran finden wir im Triumphbogen von Paris die Inschrift „Wurschen“. An einem vermauerten Fenster in der Ostwand des ersten Obergeschosses ist eine lateinische Inschrift mit Bezug auf die Schlacht bei Hochkirch im 7-jährigen Krieg eingetragen.

Das Schloss bildet den baulichen und gestalterischen Mittelpunkt eines Gutsensembles mit Häusern und Scheunengebäuden, die kreisförmig zueinander angeordnet sind.